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Wald-Geißbart

(Aruncus dioicus)

VI — VII Home feuchte Wälder, Schluchtwälder, Bachufer
80 — 150 cm indigen LC
Aruncus sylvestris
Synonyme: Actaea dioica, Aruncus sylvestris, Aruncus vulgaris, Spiraea aruncus, Bocksbärtige Spierstaude. Hemikryptophyt, (sm-)mont-sa. Die Kronblätter der 2-häusigen Pflanze sind weiß oder gelblich weiß. Die Laubblätter haben keine Nebenblätter. Sie sind 2 — 3x gefiedert. Schmale Ähren sind in einem rispigen Blütenstand angeordnet. Aus den 3 Fruchtblättern entwickeln sich zugespitzte Balgfrüchte (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor. Im pannonischen Raum ist sie gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Aruncus sylvestris
Aufnahmen: 15.06.2017 Hintergebirge  
 
Früchte
Koordinaten des Standortes: 47°41'45,55"N, 14°13'59,55"E. Aufnahme: 15.07.2024 Schafferteich
 
Aruncus sylvestris
 
 
Aruncus sylvestris
Aufnahmen: 27.06.2010 Rinnerbergbachklamm    
 
Aruncus sylvestris
 
 
Aruncus sylvestris
 
 
Fruchtstand
Aufnahmen: 21.05.2009 im Tiefen Tal, Ach

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1475. S. Aruncus L. (Bocksbärtige S. — Geissbart.)
Wurzelstock stark, holzig, sehr ästig, reichfaserig. Stengel 3—5' hoch, aufrecht, ästig, kahl. Blätter 3schnittig-fiederförmig bis mehrfach fiederschnittig, kahl oder zerstreutbehaart. Abschnitte aus meist herzförmiger Basis eiförmig oder eilänglich, feinzugespitzt, doppelt- oder eingeschnittengesägt, gleichfärbig, lichtgrün, die untersten Blätter sehr langgestielt, im Umrisse fast 3eckig, oft 1—2' lang, die übrigen nach oben zu kleiner werdend und kürzergestielt. Nebenblätter fehlend. Blüthen vielehig-2häusig (Zwitter mit männlichen oder mit weiblichen) in schmalen, fast fädlichen, langen, rispig zusammengestellten Aehren. Kronen sehr klein, gelblichweiss, fast unzählbar. Kapseln kahl, überhängend, vom gekrümmten Griffel gekrönt.
Juni — Juli


An bewaldeten Abhängen, auf feuchten Waldwiesen, an Bächen, in Holzschlägen, an Holzriesen, in Schluchten, über Kalk, Keuper, Gneiss, Granit, vorzüglich über humusreichem Boden. Um Linz, zunächst häufig auf Wiesstellen in der Diessenleithen, an der Hasel im Haselgraben, im Walde beim Bankelmayr am Pfennigberge u. s. häufig in Bergschluchten der Mühlkreise. Auf Wiesen längs der Traun. An Bächen um Wels, Lambach, Aistersheim, Raab, Ried, Reichersberg, im Ibmermoose. Im Schacher- und Rothhaiderholze u. s. in Wäldern zwischen Kremsmünster, Schlierbach, Steyr. Auf Sandstein der Vorberge und in der Waldregion der Kalkberge und Kalkvoralpen. In der Molln, Grünau, im Stoder, um Ischl, unter dem Rudolfsthurm bei Hallstatt, um Mondsee, auf dem Schafberge, am Attersee u. s. w.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 231), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 04.06.2026

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